Vergütet mit LimitationOriginalpräparatATC C10AX16

Leqvio

Leqvio ist ein Originalpräparat von Novartis Pharma Schweiz AG und steht in der Spezialitätenliste des BAG. Damit vergütet die obligatorische Krankenpflegeversicherung das Medikament im Rahmen der zugelassenen Indikation. Der Publikumspreis liegt je nach Packung zwischen CHF 2'135.40 und CHF 2'135.40, der Selbstbehalt beträgt 10 Prozent.

Stammdaten

Zulassungsinhaberin
Novartis Pharma Schweiz AG
ATC-Code
C10AX16
IT-Gruppe
07.12 Blutlipidsenkende Mittel
Wirkstoffe
Inclisiranum
Präparate-Typ
Originalpräparat
In der SL seit
01.01.2024
Letzte Preisänderung
01.03.2026
Selbstbehalt
10%

Preise pro Packung

Der Fabrikabgabepreis (FAP) ist der Preis der Zulassungsinhaberin, der Publikumspreis (PP) enthält zusätzlich den Vertriebsanteil und die Mehrwertsteuer. Beide Werte sind BAG-Höchstpreise: teurer darf nicht abgerechnet werden.

Leqvio Preistabelle Stand 17.09.2026
Darreichungs­formPackungs­grösseFabrik­abgabe­preisPublikums­preisGültig abKat.GTIN
Inj Lös 284 mg/1.5ml Fertspr m NadelschutzFertspr 1.5 mlCHF 1'948.39CHF 2'135.4001.03.2026B7680678360021

Limitation

Dieses Präparat wird nur unter den folgenden Bedingungen vergütet. Der Text ist der verbindliche Wortlaut des BAG; ausserhalb dieser Bedingungen zahlt die Grundversicherung nicht.

Wortlaut BAGIndikation 21292.01Gültig ab 01.03.2026

LEQVIO wird vergütet begleitend zu einer Diät und zusätzlich zu einer maximal verträglichen Dosierung einer intensivierten LDL-C senkenden Therapie:
• in der Sekundärprävention bei Patienten nach einem klinisch manifesten atherosklerotisch bedingten, ischämischen kardiovaskulären Ereignis und einem LDL-C Spiegel von > 1.8 mmol/L.
• Bei erwachsenen Patienten mit heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie und einem LDL-C Spiegel von > 2.6 mmol/L.

LEQVIO wird vergütet, wenn unter der maximal verträglichen Dosierung einer intensivierten LDL-C senkenden Therapie über mindestens drei Monate obige LDL-C Werte nicht erreicht werden konnten, bestehend aus einem der folgenden Versuche:
• einem hochwirksamen Statin (entweder Atorvastatin oder Rosuvastatin) mit oder ohne Ezetimib
• zwei Statinen (falls kein hochwirksames verwendet wird) mit oder ohne Ezetimib
• Ezetimib mit oder ohne weiteren Lipidsenkern bei Statin-Unverträglichkeit

Eine Unverträglichkeit gegenüber Statinen gilt als belegt, wenn
• Therapieversuche mit mehreren Statinen zu Myalgien oder
• einem Anstieg der Kreatinin-Kinase auf mindestens das Fünffache des oberen Normwertes führten oder
• wenn durch ein Statin eine schwere Hepatopathie aufgetreten ist.

Diagnose und Erstverordnung sowie regelmässige Kontrollen müssen durch einen Facharzt FMH der Angiologie, Diabetologie / Endokrinologie, Kardiologie, Nephrologie oder Neurologie durchgeführt werden.

Die Behandlung darf nur fortgesetzt werden, wenn bei einer Kontrolle innerhalb von 1-3 Monaten nach der zweiten Injektion das LDL-C gegenüber dem Ausgangswert unter der maximal intensivierten lipidsenkenden Therapie um mindestens 40% gesenkt werden konnte oder ein LDL-C Wert von kleiner 1.4 mmol/l erreicht wurde. Bei Patienten, welche vorgängig eine Behandlung mit einem PCSK9-Inhibitor erhalten haben, muss eine Senkung von mindestens 40% gegenüber dem Ausgangswert unter maximal intensivierter lipidsenkender Therapie vor der Behandlung mit einem PCSK9-Inhibitor oder ein LDL-C Wert von kleiner 1 .4 mmol/l erreicht werden.

Die Vergütung in Kombination mit der Anwendung von PCSK9-Inhibitoren ist ausgeschlossen.

Die Novartis Pharma Schweiz AG vergütet dem Krankenversicherer, bei dem die versicherte Person zum Zeitpunkt des Bezugs versichert war, auf dessen erste Aufforderung hin für jede bezogene Packung LEQVIO einen festgelegten Anteil des Fabrikabgabepreises zurück. Sie gibt dem Krankenversicherer die Höhe der Rückvergütung bekannt. Die Mehrwertsteuer kann nicht zusätzlich zu diesem Anteil des Fabrikabgabepreises zurückgefordert werden. Die Aufforderung zur Rückvergütung soll ab dem Zeitpunkt der Verabreichung erfolgen.

Kontrollen der Wirtschaftlichkeit nach Art. 56 Abs. 6 KVG müssen diese Rückvergütungen berücksichtigen.

FAQ

Wird Leqvio von der Krankenkasse bezahlt?

Ja, aber nur unter Bedingungen. Leqvio steht mit einer Limitation in der Spezialitätenliste: die Grundversicherung vergütet es nur, wenn die im Limitationstext genannten Voraussetzungen erfüllt sind, teils erst nach Kostengutsprache des Versicherers.

Was kostet Leqvio in der Schweiz?

Der Publikumspreis ist der vom BAG festgesetzte Höchstpreis und beträgt für Leqvio zwischen CHF 2'135.40 und CHF 2'135.40 je Packung. Der Fabrikabgabepreis liegt zwischen CHF 1'948.39 und CHF 1'948.39. Apotheken dürfen nicht mehr, aber weniger verlangen.

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